Vom Schulzentrum zum Bildungscampus Vorchdorf!

Im Moment besuchen circa 550 SchülerInnen das Schulzentrum in Vorchdorf. Das Gebäude beherbergt die Neue Mittelschule, die Polytechnische Schule, die Volksschule, die Landesmusik- schule und das Otelo (offenes Technologielabor). Der Hort befindet sich in einem eigenen Gebäude.

Geschichte des Schulzentrums

1959 wurde die Hauptschule Vorchdorf mit 80 SchülerInnen eröffnet und seitdem mehrere Male umgebaut und erweitert. 1971 erreicht die Schule einen Schülerhöchststand: 584 SchülerInnen werden in 18 Klassen unterrichtet, 2 davon im Polytechnischen Lehrgang

Lernen früher und Lernen heute!

Seit den 50er Jahren ist das Schulzentrum langsam gewachsen und teilweise wieder geschrumpft. Hat sich das Gebäude im Laufe der Zeit an die pädagogische Praxis angepasst? Die gewachsenen Bauten sollen jetzt zu einem gemeinsamen Bildungscampus für das ganze Dorf umgestaltet werden.

Einen modernen Bildungscampus für Vorchdorf!

Seit Februar 2014 arbeiten die Bildungsinstitutionen Vorchdorfs an einer engeren pädagogischen Vernetzung des Bildungsangebotes. Der Bildungscampus soll das Herz und Begegnungsort der Bildungslandschaft in Vorchdorf werden.

Räumliche Visionen für den Bildungscampus

Bei der vor ort ideenwerkstatt soll eine maßgeschneiderte räumliche Vision für den Bildungscampus erarbeitet werden. Lernen darf und soll neu gedacht werden!

Ausgangssituation

 

Seit 1950 ist der Gebäudekomplex der Bildungsinstitutionen im Zentrum von Vorchdorf kontinuierlich angewachsen. In der Geschichte sind den Häusern die Nachkriegszeit, der Schulraummangel der Babyboom-Generation, die Einführung der Leistungsgruppen, die Teilung von Großschulen und die Einführung der Neuen Mittelschule eingeschrieben.

 

In Summe stehen wir heute von einem Stückwerk an ›Gedanken-Gängen‹. Wir finden kein klares Gesicht vor. Wie ist der Haupteingang? Wir können uns im Inneren nicht orientieren: In welchem Stock und in welchem Flügel bin ich? Die räumliche Situation lässt sich mit dem Bild der Monokultur beschreiben: alles immer gleich: Gang und Klasse.

 

Bildungsnetzwerk

 

Von Februar bis Juli 2014 wurde intensiv an der Entwicklung des Bildungsnetzwerkes und einer pädagogischen Vision für den Bildungsstandort gearbeitet. Die Bildungsinstitutionen von Vorchdorf - Krabbelstube, Kindergarten, alle Schulen, der Hort, Industrie und Gewerbe mit Lehrlingsausbildung, Jugendeinrichtungen, Erwachsenenbildung und freie Organisationen wie Otelo - haben sich zusammengeschlossen und gemeinsam über die Zukunft von Bildung und Ausbildung in Vorchdorf nachgedacht.

Nun geht dieser Entwicklungsprozess in die 2. Stufe und der pädagogischen Vision soll eine räumliche Vision für die Bauten des Bildungscampus im Ortszentrum folgen.

 

Ein gemeinsames Herz?

 

Wie stellen wir uns nun den zukünftigen Bildungscampus in Vorchdorf als Bauwerk vor? Bei aller Unterschiedlichkeit einzelner Ideen kristallisiert sich etwas Gemeinsames aus den bisherigen Treffen und Gesprächen heraus: der Bildungscampus braucht ein pulsierendes Zentrum und ein gemeinsames ›Eingangs-Gesicht‹.

 

Das klingt vor allem nicht nach endlos langen öden Gängen, in denen sich die Menschen mehr verlieren als begegnen. Viele Wünsche sprechen von einem Eingangshof, einem einladenden und übersichtlichen zentralen Raum, wo schnell klar wird: hier ist das Café, dort das Schulrestaurant und da die offenen Bibliotheken.

 

Das Lernen findet im Bildungscampus ›überall‹ statt: im Gebäude, im Freien, in den gemeinsamen zentralen Bereichen und in den speziellen ›Heimaten‹ der einzelnen Institutionen. Das Gleiche gilt auch für das Leben (also, das Wohnen der Kinder und Jugendlichen im Gebäude über den ganzen Tag): auch das Leben findet im Bildungscampus ›überall‹ statt.

 

So kommen wir von einem einteilenden, kategorisierenden Addieren von Funktionsräumen zu einem integralen pulsierenden Überlagern von Tätigkeiten. Genau so könnten wir die vorhandenen Flächen der Gebäude neu beleben und sind gleichzeitig ökonomisch. Das darf unser Ziel sein, um uns die Ressourcen zu erarbeiten, die wir für unser neues Zentrum brauchen … ohne Herz kein lebender Körper.

 

Gedanken zu dem Gebäude

 

von geschlossenen Lehranstalten         zu atmenden Lernhäusern

von der schroffen Dreigeschossigkeit    zu gestaffelten Lernlandschaften

von den tausend Eingängen                 zu einem Gesicht

von der linearen Monokultur                zu einem zentrierten Organismus

von einem Labyrinth aus Gängen         zu einer Abfolge von gastlichen Orten

von den Lehr-Autobahnen                   zu Lern-Gassen und Lern-Plätzen

von der uniformen Laufmeterware      zu einem persönlichen Maßanzug

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